Stempel trifft Keramik

Gestern war Experimentier-Tag. Ich habe mir etwas Zeit für ein ausgiebiges Spiel genommen. Schon lange wollte ich mich am Stempeln auf Keramik versuchen. Am Samstag war ich auf einen schnellen Besuch beim Schweden und hab mir für mein Experiment ein paar Opfer zugelegt. Gestern machte ich mich an die Arbeit und es sind gleich drei Projekte mit Stempeln auf Keramik vom Kreativtisch im Ofen gelandet.

Mein erstes Werk sollte unbedingt eine Tasse sein. Vor einiger Zeit ist das Sale-A-Bration Stempelset „Haus am Meer“ bei mir eingezogen. Ich muss zugeben, das Set war zunächst so gar nicht meins. Dann hatte ich es mir doch als Prämie ausgesucht und lag eine Weile ungenutzt in meinem Bastelreich, denn das richtige Projekt dafür wollte sich nicht zeigen. Bis zum Einkauf der Tassen.

Dafür fand ich das Haus am See einfach perfekt. Ich liebe das Meer und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen als in einem Haus mit Blick aufs Meer zu leben. Und so habe ich mir kurzerhand mein Haus am Meer gebaut, wenn auch nur auf einer Kaffeetasse.

Gestempelt habe ich mit der „Archival Stempelfarbe“ in Schwarz. Leider haben wir dieses Stempelkissen nicht mehr im Sortiment aber ich habe davon natürlich noch einige in der Schatzkammer gebunkert. Dieses Stempelkissen findet oft Anwendung, ich hoffe sehr, dass es mit dem nächsten Hauptkatalog zurückkehrt.

Nachdem ich die Tasse bestempelt hatte, kam diese gleich in den vorgeheizten Backofen (Umluft) und blieb dort bei 175 Grad für ca. 35 Minuten. Im Backofen habe ich die Tasse auskühlen lassen.

Anschließend habe ich das Motiv mit Stampin´ Blends koloriert. Das geht wunderbar. Allerdings ist die Oberfläche natürlich sehr glatt und so sieht es dann etwas mehr nach Aquarell aus. Das stört aber nicht, im Gegenteil.
Dann folgte ein 2. Ausbrennen im Backofen für 35 Minuten bei 175 Grad.

Ach ja: Mit dem Haus folgte noch „Genieß die kleinen Augenblicke“. Dieser Stempel ist im Sale-A-Bration Stempelset „Augenblicke der Freundschaft“ zu finden.

Während meine neue Kaffeetasse im Backofen schwitzte, machte ich mich ans nächste Keramik-Werk. Dieser Teller vom Schweden sollte für meine Tochter sein.

Klar, hier musste ein Pferd drauf. Dafür kam das Stempelset „Let it Ride“ auf den Kreativtisch. Nicht nur meine Tochter mag dieses Stempelset sehr, auch ich bin inzwischen ganz entzückt.

Auch hier wurde zunächst mit Archival Stempelfarbe gestempelt und im Ofen ausgebrannt. Anschließend habe ich die Pferde mit Stampin´ Blends in Savanne und Bronze koloriert und ab in den Ofen damit. Nun schaut der Teller richtig edel aus. Da die Farben allerdings nicht lebensmittelecht sind, werde ich natürlich keine unverpackten Lebensmittel auf den Teller legen.

Mein drittes Werk ging am schnellsten und ist fast am schönsten.
Zwei Herzen aus Keramik, die ich als Geschenk erhalten hatte, lagen auf meinem Kreativtisch herum. Eins davon sollte mit Stempel und Farbe wacker aufgehübscht werden.

Das Stempelset „Voller Schönheit“ hatte ich mir hierfür aus dem Regal gezogen. Die Blumenranke war einfach perfekt für diese Form. Nachdem ich das Herz mit der Ranke bestempelt und im Ofen ausgebrannt hatte, machte ich mich mit Stampin´ Blends in Brombeermousse, Apfelgrün und Waldmoos, jeweils immer mit dem dunklen Stift, ans Werk.

So hübsch ist es geworden. Nachdem auch das im Ofen bei 175 Grad für 35 Minuten ausgebrannt war, kam noch ein zartes und feines Geschenkband in Flüsterweiß dran und fertig waren all meine Keramik-Werke und ich finde sie alle wunderbar.

Durch das Ausbrennen im Ofen (Umluft 175 Grad, 35 Minuten) wurden die Farben auf dem Keramik fest. Bezogen auf die Haltbarkeit und Haftbarkeit bin ich sehr gespannt. Beim bloßen Reiben mit dem Finger passiert nichts. In die Spülmaschine und mit starkem Reinigungsmittel würde ich persönlich nicht ans Werk gehen. Es ist sicherlich nicht für die Ewigkeit wie beim richtigen Einbrennen in einem Ofen für Ton mit über 800 Grad.

Ich habe mir heute noch eine flüssige und transparente Glasur bestellt, die ich über die Motive als Schutz streichen werde. Gemäß Beschreibung muss ein weiteres Ausbrennen bei 250 Grad erfolgen. Ich hoffe es wird dabei helfen die Motive länger am Keramik zu erhalten. Ich möchte mich lange an meinen Keramikprojekten erfreuen, insbesondere an meinem Haus am Meer. Vom Erfolg oder auch Misserfolg werde ich Dir natürlich hier auf dem Blog berichten.

Das Stempeln auf Keramik hat jedenfalls mega Spaß gemacht und hat definitiv Suchtpotential. Ein paar Tassen stehen noch auf meinem Kreativtisch…und Ideen hab ich auch!


Keep on stampin´


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